Tisch mit Laptop, Pad und Smartphone am Rand

Zurück zum Wesentlichen: Social Media Detox

16/03/2016

Ruhe und Entspanntheit zu erreichen, ist heute gar nicht mehr so einfach. Doch diesen Sommer wünschen wir uns Klarheit im Herzen und auch im Kopf. Eine Weile Social Media Detox kann da helfen. Aber wie?

Unsere Leben sind agil, flexibel und voller Möglichkeiten. Dafür senden und empfangen wir ständig Botschaften und Nachrichten auf verschiedensten Kanälen. Denn wir lieben das Gefühl mit anderen verbunden zu sein, Freundschaften zu pflegen und Meinungen auszutauschen.

Doch manchmal kann diese ständige Verfügbarkeit auch dazu führen, dass wir nicht mehr loslassen können. Das wir Sorge haben etwas zu verpassen und eben die Verbindung zu all den tollen Menschen um uns herum zu verlieren, wenn wir nicht konsequent alle Kanäle unter Kontrolle behalten.

Smartphone mit Photo-App im Sonnenuntergang

Sollten wir die Schönheit der Welt nicht mal wieder ohne Bildschirm sehen?

Das ist der Zeitpunkt für ein Social Media Detox. Der Zeitpunkt für die Reduktion auf das Wesentliche, die Rückkehr zu den stabilen und nachhaltigen Verbindungen in unserem Leben. Viele Menschen haben sich in letzter Zeit über Social Media Detox Gedanken gemacht und wir finden, es gibt drei verschiedene Wege das Thema gut anzugehen:

1. Der Einstieg zum Ausstieg: Blocking Apps

Smartphone und Smartwatch

Apps zum blocken für Social-Media Seiten: Der erste Schritt zum Detox.

Diese Methode kann ein erster Schritt sein für Menschen, die sich überfordert fühlen, aber gerade mitten im Alltagsgewimmel stecken und kaum Zeit für Achtsamkeit haben. Da können – so absurd das klingt – Apps und Social Media Funktionen Abhilfe schaffen.

SelfControl oder StayFocusd blocken von euch ausgewählte Social Media Kanäle im Browser entweder komplett, oder für definierte Uhrzeiten. Der Newsfeed Eradicator erlaubt es euch Facebook zwar für Messages und Profilseiten zu nutzen, blendet aber, wie der Name schon sagt, den Newsfeed komplett aus. So könnt ihr kommunizieren und gezielt etwas suchen. Aber ein „Huch, wo sind die letzten 20 Minuten hin?“ ist schon unwahrscheinlicher.

2. Der Konsequente Log-Out

Log-Screen Instagram auf einem Smartphone

Einfach mal überall ausloggen für den Social-Media-Detox.

Vom Log-Out Screen begrüßt zu werden, davon erzählt auch Melina von Vanilla Mind. Sie hat sich bewusst gegen Blocking Apps entschieden, um genauer zu verstehen, wie ihr Kopf und ihr Herz im Zusammenhang mit Social Media eigentlich ticken.

Sie hat sich für eine Woche konsequent aus allen Social Media Services ausgelogged und den Log-Out Screen als kleine Erinnerung verstanden, dass sie automatisierte Gewohnheiten ablegen möchte. Ganz einfach und doch so schwer!

3. Auf Kur: Die Social Media Detox Reise

Eine Bank im Klostergarten mit Apfelblüte

Der kontemplative Garten von Kloster Arenberg.

Wer sowieso noch ein paar Urlaubstage übrig hat und sie so nutzen möchte, dass über die Auszeit hinaus noch eine klärende Wirkung auf das Social Media Verhalten besteht, der kann Detox und Reisen verbinden.

Entweder in einem Social Media Detox Camp, das den Umgang auch gezielt thematisiert. Oder an einem der vielen Orte der Stille, die in Deutschland und darüber hinaus angeboten werden. Wie zum Beispiel das Kloster bei Gut Saunstorf in Mecklenburg, das Einkehr-Tage anbietet. Auch das Kloster Arenberg nahe Koblenz bietet im Gästehaus regelmäßig Tage der Stille.

All diese Methoden haben eins gemeinsam: Die Abkehr von unbewusst gewordenen Gewohnheiten und die Besinnung auf das Wesentliche. Wer sich in diese Richtung auf den Weg macht, wird immer wieder Möglichkeiten finden, ein entspannteres, reduziertes Leben zu führen.

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