Minimalistische dreidimensionale Kunst auf dem OPUS Campus

Kunst auf dem OPUS Campus III

15/07/2015

Die Architektur des OPUS Campus ist geradlinig und klar. Das ist der perfekte Rahmen für ausdrucksstarke Kunstwerke. Im 3. Teil unserer Serie stellen wir eine Auswahl der Campus-Kunstwerke vor, die mit der Wahrnehmung des Betrachters spielen.

Wenn es ein Künstler schafft 3-dimensionale Objekte gleich eines Gemäldes an die Wand zu bringen und zugleich mit der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit des Betrachters zu spielen, dann entsteht eine ganz besondere Form der Modernität. Hier wollen wir Euch drei solche Künstler vorstellen, deren Werke auf dem OPUS Campus zu finden sind:

Mathias Hornung – Moosland

Winkelschleifer und Holz: Da denkt man erst mal an Handwerk und grobe Arbeiten. Doch nicht so in den Händen eines Künstlers wie Mathias Hornung. Der in Berlin lebende Bildhauer und Installationskünstler hat sich für Moosland tief ins Material gegraben und so eine ganz eigene Landschaft entstehen lassen, die wir nach und nach erforschen können.

Detailansicht von Moosland von Mathias Hornung

Detailansicht der Holzarbeit an Moosland von Mathias Hornung

Frontalansicht Moosland von Mathias Hornung

Die Wahrnehmung von Moosland verändert sich mit dem Abstand zum Bild

Helidon Xhixha

Als Sohn von Künstler-Eltern hat der Albanier Helidon Xhixha früh seine Leidenschaft für die Bildhauerei entdeckt. Doch er hat einen neuen, ungewöhnlichen Ansatz. Er sagt über seine Arbeit: „Ich formen nicht das Material, ich nutze das Material um Licht zu formen.“ Durch die Reflektionen auf der polierten und lackierten Stahloberfläche kommunizieren Xhixas Arbeiten direkt mit der Umgebung, in der sie gehängt sind und wirken über die eigentliche Fläche des Kunstwerks hinaus.

Reflektierendes Kunstwerk von Helidon Xhixha

Dreidimensional verzerrte Reflexionen ergeben eine Skulptur aus Licht.

Michael Wilkinson – White Wall

Die White Wall von Michael Wilkinson ist ganz aus weißen, gebrauchten Legosteinen zusammengesetzt, die Wilkinson mithilfe von Ebay-Versteigerungen gesammelt hat. Er referenziert hier also zugleich die unnahbare minimalistische Kunst und die sehr zugängliche Wiederverwertungskultur. Auch der Titel bezieht sich zum Teil auf The Wall von Pink Floyd und zum Teil auf die marxistische Theorie unseres Verhältnisses zu Waren. Michael Wilkinson bezieht die Inspiration für all seine Arbeiten aus der Popkultur, dem Punk, der linken Widerstandsbewegung und der Kunstgeschichte.

Detail Kante der Lego Steine von White Wall

Die White Wall von Michael Wilkinson von oben.

White Wall seitlich angeschnitten lehnt an der Wand

Die pure Beton-Wand hinter White Wall und das Schimmern der Lego-Steine: Kontrast und Harmonie zugleich.

Frontal-Ansicht der White Wall von Michael Wilkinson

Die Weiß-Nuancen der White Wall zeigen: Die Lego Steine sind verschieden alt.

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