Vegetarisch genussvoll Essen mit Krautkopf

Interview mit Krautkopf: Vegetarisch genussvoll in den Frühling

07/03/2016

Licht, warme Luft und Liebe: Das verspricht uns der Frühling, der nun nicht mehr lange auf sich warten lässt. Gesund und vegetarisch genussvoll möchten wir ihn daher begrüßen. Da kommt das neue Kochbuch von Krautkopf gerade recht. Wir sind schon Fans und haben Susann – Foodbloggerin und Fotografin – zu ihrem Herzensprojekt befragt.

Hausgemachte Limonade und Picknick Salat

Hausgemachte Limonade und Picknick-Salat: Na, Lust auf Frühling?

Susann und Yannic sind die Köpfe hinter Krautkopf. Gemeinsam haben sie gerade ihren wundervollen Blog in ein ebenso wundervolles Kochbuch verwandelt. Wie es dazu kam und was vegetarisch genussvoll Essen ihnen bedeutet, das hat uns Susann im Interview verraten.

An welchem Punkt sind eure Passion für die Fotografie und Eure Vorliebe für gutes, gesundes Essen eine Liaison eingegangen?

Susann: Neben unserer Liebe zur Fotografie gehören Kochen und Essen zu unseren größten Leidenschaften. Die Verbindung von beidem ist kaum zu topen und macht uns einfach glücklich. Wir haben lange nach einer Möglichkeit gesucht unsere Fotos und Rezepte mit anderen teilen zu können. Ein Food-Blog war die logische Konsequenz. 2013 haben wir mit Krautkopf gestartet und hätten uns damals nicht im entferntesten ausmalen können, was aus dieser fixen Idee einmal werden würde.

Portrait von Susann und Yannic von Krautkopf

Das sind Susann und Yannic von Krautkopf: Sie lieben vegetarisch genussvolles Essen.

Und wie habt ihr euch denn eigentlich kennengelernt?

Susann: Um unsere Kennenlerngeschichte etwas romantischer zu gestalten, haben wir früher aus Spaß gesagt, dass wir uns auf einer wunderbaren Fotoausstellung kennengelernt haben. Einmal in die Augen geschaut, sind wir einander danach nicht mehr von der Seite gewichen. Diese erfundene Geschichte haben wir natürlich immer direkt aufgeklärt: wir haben uns online kennengelernt. In einer Welt der sozialen Medien und Dating Apps klingt unsere wahre Geschichte dann wiederum doch ganz romantisch.

Vor 10 Jahren haben wir uns nämlich in einer Fotocommunity über unsere Bilder kennengelernt. Da wir beide schon immer viel von uns selbst in unsere Fotos verpackt haben, war das im Nachhinein betrachtet ein sehr persönlicher und privater Austausch von unseren Gedanken und Gefühlen in Form unserer Fotografie. Es ist erstaunlich, wie viel man über Fotos vermitteln kann. Der Satz: „Ein Bild sagt mehr…“ ist so verdammt wahr.

Wie habt ihr entschieden welche Rezepte es in das Kochbuch schaffen?

Susann: Wir haben wenige unserer liebsten Rezepte vom Blog für das Kochbuch ausgewählt und alle anderen aus dem Bauch heraus entwickelt und zusammengestellt. Viele der ganz neu kreierten Rezepte sind in den letzten Monaten zu unseren Lieblingsgerichten geworden. Was dafür spricht, dass wir vieles richtig gemacht haben. Uns war es wichtig eine breite Palette der saisonalen Obst- und Gemüsesorten zu verarbeiten und die Gerichte möglichst abwechslungsreich zu gestalten. So haben wir einige tolle Ideen wieder verworfen, weil wir das Gemüse bereits in einem anderen Rezept verarbeitet hatten oder keinen weiteren Salat, nicht noch ein Pastagericht oder eine Süßspeise aufnehmen wollten.

Ihr sagt: Es sind die einfachen Dinge, die das Leben besonders machen. Ist es euch schon immer leicht gefallen, euch regional und saisonal, mit wenig Zucker und vegetarisch zu ernähren?

Susann: Eigentlich sind wir erst durch den Blog so richtig in diese Thematiken hineingewachsen. Krautkopf war ein starker Faktor, um uns noch mehr mit unserer Ernährung auseinanderzusetzen, als wir es ohnehin schon getan haben. Berlin bietet natürlich eine tolle Grundlage für unsere Art der Ernährung. Hier gibt es wundervolle regionale Wochenmärkte an jedem Tag der Woche, man bekommt auch ungewöhnliche Produkte und eine große Auswahl an alternativen Süßungsmitteln. So fällt es sehr leicht regional und ohne raffinierten Zucker zu kochen.

Wir sehen es als Herausforderung und nicht als Verzicht gerade jetzt im Winter, mit dem zu kochen, was die Natur zu bieten hat und Kohl und Wurzelgemüse abwechslungsreich und kreativ zuzubereiten. Es macht uns riesigen Spaß zu experimentieren und auch weniger beliebte Gemüsesorten in etwas schmackhaftes zu verwandeln. Im Sommer und Herbst, wenn die Marktstände prall gefüllt sind mit buntem Gemüse, wird es eher schwierig sich zwischen all den Leckereien überhaupt entscheiden zu können. Vegetarisch ernähren wir uns schon lange. Wir haben beide noch nie Fleisch gemocht. Yannic hat selbst den Babybrei mit Fleisch schon ausgespuckt. Demnach fällt es uns nicht schwer darauf zu verzichten. Wenn man älter wird, kommen natürlich auch noch andere, ethische Aspekte hinzu.

Gnocchi und frisches grünes Gemüse

Das Beste auf saisonalem Gemüse machen mit Krautkopf.

Geht ihr eigentlich auch gerne Essen?

Susann: Na klar! Wir lieben es Essen zu gehen um neue Geschmäcker kennenzulernen. Berlin bietet so viele wundervolle authentische Restaurants mit vegetarischen Gerichten aus der ganzen Welt. Auch wenn wir unterwegs sind erkunden wir Städte oder Länder gern auf dem kulinarischen Weg. Für uns bietet das eine unendliche Quelle der Inspiration.

Welches sind eure Lieblingsrezepte für die hektischen, die stressigen Momente im Leben?

Susann: Je nach Jahreszeit variieren diese Lieblingsrezepte natürlich, deswegen ist es schwierig, die Frage in einigen wenigen Gerichten zusammenzufassen. Manchmal lieben wir es gerade in diesen Momenten die Ruhe im Kochen zu finden und auch aufwändigere Gerichte zuzubereiten. Unsere liebsten Soulfood Rezepte zum Runterkommen sind Kürbistortellini mit Steinchampignons und unser Fruchtiges Tomatenrisotto (Seite 113 im Buch oder http:// www.kraut-kopf.de/recipe/tomatenrisotto/).

Wenn uns selbst das Kochen zu viel ist, freuen wir uns auf Gerichte, die mit wenig Aufwand zubereitet sind wie unsere Mungobohnenpfannkuchen und die Kartoffelpuffer mit Rote Bete Hummus. Hierfür kann man die Rote Bete auch roh pürieren. Gebacken bekommt sie noch einmal ein feineres Aroma, aber auch roh verarbeitet schmeckt sie himmlisch als Hummus. Und dann gibt es noch die Rezepte, bei denen uns ganz warm ums Herz wird, weil sie an unsere Kindheit erinnern. Das ist zum Beispiel der Lieblingserdbeerkuchen (A.d.R S.40 im Buch), den Yannics Tante schon oft für die Familie gebacken hat, die gratinierten Pfannkuchen mit Möhren und Lauch (A.d.R. S.181 im Buch) oder der Milchreis mit Gewürzsirup. Mit diesen Gerichten können wir den stressigen Alltag vergessen und in schönen Erinnerungen schwelgen.

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