Die Magie der Muster: Ikat-Prints und Federn

29/04/2013

Nach Leoprints und Blumenmustern schlägt die Modewelt einen Zick-Zack-Kurs ein. Geometrische Muster, die man von der traditionellen Kleidung indigener Völker kennt, erobern jetzt auch unsere Kollektionen. Hinter angesagten Ethno-Prints – wie dem Ikat-Muster­ – steht eine jahrhundertealte Webtechnik und eine besonders aufwendige Fertigung. Hier geht’ s zur kleinen Warenkunde für „Muster“-Schüler.

Ikat-Gewebe sind der Trend der Saison. Sie zeigen farbliche Musterungen, die einen asiatischen, südamerikanischen oder afrikanischen Stil haben, denn die Ikat haben ihren Ursprung in vielen Ländern. Das Wort „Ikat“ entstammt aber dem Malaiischen und bedeutet so viel wie „abbinden, umwickeln und verknüpfen“. Das lässt bereits auf das Geheimnis der jahrhundertealten Webart schließen, die als eine der ältesten Traditionen in der Herstellung dekorativer Textilien gilt.

Vor dem Weben wird das Garn partienweise eingefärbt und an ausgewählten Stellen fest umwickelt. Durch verschiedene Färbedurchgänge und das Abbinden einzelner Garnabschnitte entstehen im fertigen Gewebe schließlich kunstvolle Ornamente und geometrische Muster. Das sind die für Ikat-Dessins charakteristischen, leicht ausgefransten Dekore. Dank ihrer lebendigen Oberflächen verleihen sie Kleidungsstücken und Accessoires einen ganz besondern Stil.

Illustration: Andreas Hirsch

Illustration: Andreas Hirsch

Der Erzählung nach geht von diesem Muster eine ganz besonders Magie aus: Je mehr Farben ein Ikat hat, desto aufwendiger ist seine Herstellung. Manche sind so kompliziert, das sie einige Jahre bis zur Fertigstellung benötigen. Diesen sagt man magische Kräfte nach.

Magisch wirken sie zumindest an Shirt oder Schal – zaubern sie doch kräftige Farben in unsere Looks. Genauso sieht es mit Federschmuck aus. Gold, Silber und Perlen haben wir zu genüge. Jetzt ist Zeit für etwas Neues. Und da kommen uns die leichten Federn gerade recht. Was auf Festivals schon lange angesagt ist, findet ihr jetzt auch in unserem Shop.

Natürlich hat das „federleichte“ Squaw-Styling auch seine Historie und die geht auf die Indianer zurück. Federn waren für die Rothäute ein Statussymbol, das den Mitmenschen sofort verdeutlichte, wen sie vor sich hatten. Im Prinzip kann man sie mit Orden oder Abzeichen vergleichen. Wie und womit sie sich schmückten hing davon ab, wo sie lebten, zu welchem Stamm sie gehörten und welche Stellung sie in der Gesellschaft hatten. Heute hat Federschmuck in unserer Gesellschaft keine Bedeutung mehr und doch ist er wieder up-to-Date. Ob als Ohrringe, Haarschmuck, Ketten oder als Verzierung an Westen, Schals und Röcken. Federn schmücken – damals wie heute.

teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.