Wholy Goodness Foodbloggerin Jessica

Foodbloggerin Jessica von Wholy Goodness über festliches, entspanntes Weihnachten

12/11/2016

Jessica von Wholy Goodness hat gerade als Foodbloggerin ihr erstes Rezeptbuch mit veganen Rezepten veröffentlicht. Sie zeigt, dass auch vegane Ernährung genußvoll und abwechslungsreich sein kann. Für sie gehört zur Balance zwischen Eleganz und Entspannung an den Feiertagen auch ein festliches, aber ausgewogenes Weihnachtsmenü.

Du bist in Neuseeland aufgewachsen. Wie habt Ihr dort Weihnachten gefeiert?

Ja, wir feiern zwar Weihnachten in Neuseeland, aber es ist dort Sommer im Dezember. Für mich hat es sich irgendwie immer falsch angefühlt in der Hitze Weihnachten zu feiern. Ich hab Weihnachten tatsächlich nie besonders gemocht bis ich nach Berlin gekommen bin. Es macht einfach mehr Sinn hier. Es schneit, es wird schon um 16 Uhr nachmittags dunkel und wir haben diese schönen Weihnachtslichter, um die dunklen Abende aufzuhellen. Wir trinken Glühwein und essen Zimtwaffeln. Das gibt mir etwas zum Drauf-freuen, wenn die erste Herbst-Winter-Dunkelheit einsetzt. In Neuseeland feiern wir normalerweise draußen, mit Grill und Schwimmengehen, viel Essen und Alkohol, Deko und Geschenken. Komischerweise sind die Dekorationen alle winterlich. Das finde ich sehr komisch, Kunstschnee auf einem Tannenbaum mitten im Sommer und Schneemänner überall… Aber es war trotzdem immer schön. Essen war immer ein wichtiges Thema in meiner Familie und meine Mutter hat uns zu Weihnachten immer das gemacht, was wir haben wollten. Die traditionellen Weihnachts-Menüs hat sie einfach ignoriert.

Guacamole Rezept von Foodbloggerin Jessica

Mexikanisches zu Weihnachten. Ist abwechslungsreich und gesund.


Als Foodbloggerin zeigst Du tolle vegane Rezepte. Seit wann ernährst Du Dich jetzt vegan?

Immer mal wieder seit vier Jahren. Angefangen hat alles mit einem Neujahrs-Vorsatz 2013. Aber ich habe nach und nach umgestellt. Am Anfang habe ich mir noch erlaubt Eier zu essen, wenn ich meine Tage bekommen habe. Und ich habe manchmal Käse gegessen, wenn ich auf Reisen war. Dann war ich eine Weile sehr streng. Aber als ich schwanger wurde, habe ich mir wieder ein bisschen Käse und ein paar Eier erlaubt. Seit ich meinen Sohn Louie habe, esse ich wieder rein vegan. Ich bekomme zwar phasenweise noch mal richtig Lust auf Käse, aber ich bin inzwischen stark genug dem zu widerstehen.

Black Bean Chili von Wholy Goodness

Scharf und deftig muss nicht immer Fleisch heißen.

Wie überstehst Du den Berliner Winter? Findest Du es schwierig um diese Jahreszeit mit frischen, regionalen und saisonalen Zutaten zu kochen?

Ich finde es eigentlich das ganze Jahr über schwierig mit regionalen, frischen Zutaten zu kochen. Avocados, Bananen, Hülsenfrüchte und Kokosmilch sind die Basis meiner Ernährung und, ganz ehrlich, die wachsen hier einfach nicht. (Lacht.) Ich liebe den Herbst, wenn es hier Kürbisse, Pilze, Granatäpfel und Grünkohl gibt. Grünkohl gibt es ja in anderen Gegenden auch das ganze Jahr. Ich vermisse Steinobst im Winter sehr. Und Tomaten schmecken um diese Jahreszeit leider echt furchtbar. Aber die Kartoffeln machen das wett. (Lacht.)

Hast Du bestimmte Comfort Foods, mit denen Du Deine Stimmung hebst, wenn es im Winter zu dunkel wird?

Schokolade. Immer Schokolade. Und Kräutertees mit Ingwer und Zimt.

Vegane Creme Torte von Wholy Goodness

Im dunklen Winter brauchen wir auch mal was Süßes.

Machst Du Dir Gedanken über Zucker in Deiner Ernährung? Speziell um diese Jahreszeit?

Ich LIEBE Süßes. Aber ich versuche so wenig wie möglich raffinierten Zucker zu essen. Ahornsirup ist mein Lieblings-Süßungsmittel, gefolgt von Datteln und Dattelsirup. Außerdem denke ich, dass es gar nicht schadet, ab und an mal ein Stück Kuchen mit (Roh-)Zucker zu essen. Manchmal sind Leckereien einfach gut für die Seele und das ist dann auch gut für die Gesundheit. Es sind andere Arten von Konsum, die mir Sorgen machen: sinnloser, von Gewohnheiten gesteuerter Konsum, zum Beispiel. Wir sollten nicht um des Konsumierens-Willen konsumieren. Immer, wenn wir Geld ausgeben, nutzen wir unser Portemonnaie, um unsere Stimme abzugeben. Wir sollten darüber nachdenken, wem wir unser Geld geben. Ob wir eine ethisch handelnde Firma unterstützen oder ob wir unser Geld in die Hände von gierigen Geschäftsleuten geben, die laufend Arbeitsrechte unterlaufen und den Planeten verschmutzen. Das ist mir viel wichtiger.

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