Breton-Streifen: Im Kleid auf Streifzug durch die Zeit

24/02/2014

Wenn wir Streifen an Shirts oder Kleidern sehen, denken wir unweigerlich an den Marine-Look oder an den französischen Chic. Das kommt nicht von ungefähr, denn tatsächlich waren die modischen Streifen einmal Teil der französischen Marineuniform, bis Coco Chanel sie zum allgemeingültigen Modetrend machte. Jede Frau besitzt heute mindestens ein Streifen-Teil in ihrem Kleiderschrank, da es nicht nur wunderbar zeitlos und chic, sondern auch vielfach kombinierbar ist. So wie das Jerseykleid Wiesje im Streifen-Allover-Look. Hier trifft maskuliner Marine-Flair auf feminine Silhouette.

Bevor sich Coco Chanel in ihrem Frankreich-Urlaub auf modische Streife begab, waren die Querstreifen seit 1858 das Aushängeschild der französischen Marine. 21 waren es an der Zahl – und jeder einzelne sollte einen Sieg Napoelons repräsentieren. Entgegen dem Minimalismus manch anderer Uniformen, stach der Dienstanzug der Franzosen ins Auge und diente dazu, die über Bord gegangen Seemänner, zu sichten und zu retten.

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Die in der Bretagne ansässigen Fischer übernahmen das blau-weiße Streifenshirt später für ihre Arbeitskluft und nannten ihn liebevoll „Marinière”, bis es eine Frau mit einem außerordentlichem Gespür für Trends zur Mode machte. In den dreißiger Jahren besuchte Coco Chanel während eines Urlaubs die kleinen Küstenorte der Bretagne und erspähte das Streifenshirt zufällig bei den hiesigen Fischern und Seeleuten. Sie verliebte sich sofort in den minimalistischen Chic und ließ sich kurzerhand zu einem Top im Streifenlook inspirieren. Damit ebnete sie der Damenwelt den Weg aus der eingeschnürten und aufgerüschten Kleiderwelt hin zu einem reduzierten und bequemen Alltags-Look mit maskulinen Touch. Die Quersteifen – seither Breton-Streifen – genannt, sind bis heute ein Klassiker, der jede Saison in neuen Formen und Farb-Kombinationen neu interpretiert wird.

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